{"id":3004,"date":"2012-05-15T15:54:47","date_gmt":"2012-05-15T13:54:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.new-york-weblog.de\/?p=3004"},"modified":"2012-05-15T16:04:42","modified_gmt":"2012-05-15T14:04:42","slug":"kostenlose-new-york-app-zeigt-spuren-deutscher-einwanderer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.new-york-weblog.de\/index.php\/meldungen\/kostenlose-new-york-app-zeigt-spuren-deutscher-einwanderer\/","title":{"rendered":"Kostenlose New York App zeigt Spuren deutscher Einwanderer"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.germantracesnyc.org\/index.php\" title=\"Kostenlose New York App\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.new-york-weblog.de\/images\/kostenlose-new-york-app.jpg\" style=\"float:right; margin-left:10px; margin-bottom:10px;\"><\/a>Wandert man eine Zeit lang durch New York, so wird man unweigerlich auf Spuren deutscher Einwanderer treffen, die das Stadtbild merklich gepr\u00e4gt haben. Bekannte Sehensw\u00fcrdigkeiten wie beispielsweise die Brooklyn Bridge w\u00fcrden ohne Deutsche so heute \u00fcberhaupt nicht existieren. Vielen New York Reisenden ist allerdings gar nicht bewusst an welchen Stellen deutsche Einwanderer \u00fcberhaupt ihre Finger im Spiel hatten. Dies soll sich jedoch ab sofort mit einer kostenlosen App f\u00fcrs Handys \u00e4ndern. <!--more--><\/p>\n<p>Eine kleine Sippschaft von etwas mehr als 24.000 deutschen Einwanderern nannte im Jahr 1840 New York ihre Heimat. In den folgenden 20 Jahren wuchs aus dieser kleinen Gruppe, aufgrund von Landmangel, Arbeitslosigkeit und Hungersn\u00f6ten in der Heimat, eine Gemeinschaft von mehr als 200.000 Einwanderern aus Deutschland.<br \/>\n Die meisten dieser Immigranten wohnten damals in einem Gebiet \u00f6stlich der Bowery und n\u00f6rdlich der Division Street, das auch Kleindeutschland (Little Germany) genannt wurde.<br \/>\n Auch in den folgenden Jahren suchten Zehntausende Deutsche ihr Gl\u00fcck in New York, so dass um 1880 etwa ein Drittel der New Yorker Bev\u00f6lkerung \u2013 etwa 400.000 Menschen \u2013 als Deutsch-Amerikaner bezeichnet wurden. Zu dieser Zeit lebten nur in Wien und Berlin mehr deutschsprachige Menschen als in New York.<br \/>\n Alleine in dem Gebiet von Little Germany, das sich von der Division Street bis zur 14th Street erstreckte und heute als East Village und Lower East Side bekannt ist, wohnte eine Bev\u00f6lkerung von 250.000 Menschen deutscher Abstammung.<br \/>\n Anfang des 20. Jahrhunderts l\u00f6ste sich diese Community allerdings, unter anderem aufgrund des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/General_Slocum\" target=\"_blank\">General Slocum Ungl\u00fccks<\/a> auf und verteilte sich \u00fcber der ganzen Stadt. Neue Enklaven wie beispielsweise Yorkville an der Upper East Side, Ridegwood in Queens oder Bushwick in Brooklyn wurden gegr\u00fcndet oder vergr\u00f6\u00dfert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich die deutsche Bev\u00f6lkerung in New York mit der Zeit immer weiter vergr\u00f6\u00dferte, hinterlie\u00df sie nat\u00fcrlich auch einen bleibenden Eindruck in der Stadt. Kirchen wurden gebaut, Unternehmen und Vereine gegr\u00fcndet, Monumente errichtet und neue Generationen geboren. Mit der Zeit verstreute sich die deutsche Gemeinschaft allerdings zusehends oder vermischte sich mit der restlichen Bev\u00f6lkerung, jedoch nicht ohne ihre Spuren zu hinterlassen. Und auch wenn sich seit dieser Zeit das Gesicht New Yorks stetig ver\u00e4ndert hat, so kann man auch heute noch die Hinterlassenschaften der deutschen Einwanderer entdecken.<\/p>\n<p>Um diese den heutigen New York Besuchern wieder lebendig ins Ged\u00e4chtnis zu rufen hat das New Yorker Goethe Institut nun ein Projekt namens German Traces aufgesetzt, das die Vergangenheit mit modernen Hilfsmitteln wieder aufleben lassen soll. In Verbindung mit dem Handy bzw. Smartphone ist es jetzt m\u00f6glich die Erinnerungen an die deutschen Einwanderer wieder lebendig werden zu lassen. Dazu hat das Goethe Institut eine App entwickeln lassen, welche man sich kostenlos auf sein iPhone oder Android-Handys herunterladen kann.<br \/>\n Diese App zeigt dann beim Stadtrundgang genau an der Stelle, an der man sich befindet, die passenden Bilder von Zeugnissen deutscher Vergangenheit auf dem Smartphone an. Augmented Reality nennt man diese Technik, welche zur Zeit 36 Orte in New York beinhaltet, an denen man ganz direkt den Vergleich von heute und damals entdecken kann.<br \/>\n Die App kann man direkt \u00fcber die folgende Internetseite herunterladen: <a href=\"http:\/\/www.germantracesnyc.org\/layar_web.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.germantracesnyc.org\/layar_web.php<\/a>.<\/p>\n<p>Alle die nicht \u00fcber ein iPhone oder ein Android-Handy verf\u00fcgen, m\u00fcssen jedoch nicht traurig sein. \u00dcber die Seite <a href=\"http:\/\/m.germantracesnyc.org\" target=\"_blank\">http:\/\/m.germantracesnyc.org<\/a> kann man sich auch mit einem normalen internetf\u00e4higen Handy Tourvorschl\u00e4ge anzeigen lassen, die einem die Geschichte deutscher Einwanderer direkt vor Ort n\u00e4her bringen.<br \/>\n Zus\u00e4tzlich zu den gebotenen Informationen wird unter den einzelnen Sehensw\u00fcrdigkeiten auch ein kleines Quiz geboten, in dem man das neugelernte Wissen auch gleich \u00fcberpr\u00fcfen kann.<\/p>\n<p>Wem auch diese M\u00f6glichkeit verwehrt bleibt, dem bleibt zu guter Letzt auch noch die folgende Seite <a href=\"http:\/\/www.germantracesnyc.org\/map.php\" target=\"_blank\">http:\/\/www.germantracesnyc.org\/map.php<\/a>, auf welcher man sich die verschiedenen Orte ebenfalls auf einem Stadtplan anzeigen lassen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wandert man eine Zeit lang durch New York, so wird man unweigerlich auf Spuren deutscher Einwanderer treffen, die das Stadtbild merklich gepr\u00e4gt haben. 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